Schriftgröße
Herzogsägmühle
Von-Kahl-Straße 4
86971 Peiting
Telefon 08861-219 0
Fax 08861-219 201
info@herzogsaegmuehle.de
Ganzheitliche berufliche Förderung Benachteiligter und deren Integration ins berufliche Leben tragen wesentlich zu einem gelingenden Gemeinwesen bei. Das vielfältige Arbeits- und Beschäftigungsangebot der i+s Pfaffenwinkel GmbH ist seit vielen Jahren eine wertvolle Ergänzung für alternative Arbeits- und Beschäftigungsangebote, nicht nur in Herzogsägmühle, sondern auch in Peiting, Penzberg, Schongau und Weilheim.
Sehr häufig erreichen uns Stellenanfragen von Menschen, die aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder anderen Gründen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Chancen mehr erhalten. Die versicherungspflichtigen Arbeitsplätze werden von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Weilheim-Schongau häufig mit Zuschüssen gefördert und dienen als Sprungbrett auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Nachfrage nach betreuten Arbeitsplätzen für Menschen mit seelischer Erkrankung steigt in den letzten Jahren ständig.
Hier konnten wir aufgrund der reduzierten Förderungen das Arbeitsplatzangebot leider nicht anpassen. Unser Ausbildungsangebot für Gebäudereiniger stößt bei jungen Menschen auf wenig Akzeptanz. Diesem Beruf mangelt es trotz guter Vermittlungschancen noch an Attraktivität. Es wird oft verkannt, dass eine spezialisierte, gut ausgebildete Reinigungskraft gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat und zudem nicht zwingend mit unangenehmen Verschmutzungen zu tun haben muss.
Im Jahr 2010 waren unsere Dienstleistungen im Bereich der Transport-, Räumungs- und Gebäudereinigungsangebote durchgängig ausgebucht. Im Bereich Gebrauchtmöbelverkauf boomte das Geschäft an allen drei Standorten. Trotz nachteiliger Entwicklungen bei den Entgelten zeigt sich das Ergebnis der i+s Pfaffenwinkel GmbH im wirtschaftlichen Bereich ausgeglichen.
Förderungen
Bei den Verhandlungen über die geplanten Kürzungen des Bezirks Oberbayern für das Zuverdienstprogramm für Menschen mit seelischer Erkrankung konnten die Vertreter der Freien Wohlfahrtspflege einen annehmbaren Kompromiss erreichen. Durch neue Vorgaben in den Haushalten der Jobcenter konnten unsere Integrationsprojekte nicht mehr wie in den Jahren davor belegt werden. Wir mussten uns mit dem Konzept dieses bisher sehr erfolgreichen Integrationsprojekts einer Zertifizierung unterziehen, um nun als Bildungsmaßnahme von den Jobcentern gefördert werden zu können. Der Trend, dass pädagogische Betreuung in Integrationsfirmen nicht mehr in ausreichendem Maße gefördert wird, setzt sich auch hier fort.
![]() |
Gebrauchtmöbelverkauf
Die erweiterten Verkaufsflächen in Weilheim, die Neueröffnung der kleinen, aber feinen „Möbelschätze“ in Penzberg und der Umzug des Schongauer Gebrauchtmöbelhauses in größere und schöne Räumlichkeiten machen deutlich, welch große Bedeutung der Verkauf von gespendeten gebrauchten Möbeln für unsere Gesellschaft hat.
Cafe VerWeilheim
Im März 2010 öffnete das Cafe VerWeilheim im Herzog-Christoph-Haus in Weilheim seine Pforten. Dieses Angebot versteht sich in erster Linie als Begegnungsstätte für die Gäste und bietet sinnstiftende Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen, die in Weilheim von Herzogsägmühle betreut werden.
Integrations-Projekte: „Boden unter den Füßen“ in Peiting und Murnau
Es ist sehr bedauerlich, dass aufgrund politischer Entscheidungen ein so erfolgreiches Integrationsprojekt nicht in bewährter Weise weiter geführt werden kann. Welche Vermittlungsquoten die Maßnahme aufweist, die seit September 2010 als Bildungsmaßnahme mit deutlich verringerter pädagogischer Betreuung angeboten werden muss, wird sich im Jahr 2011 zeigen.
Die gute Auftragslage und die räumlichen Erweiterungen machten es uns möglich, auch im Jahr 2010 personell weiter zu wachsen. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg von 164 auf 175, davon sind 31 Anleiter oder Pädagogen.
Im Jahr 2011 werden wir uns darauf konzentrieren, das bisher Erreichte zu stabilisieren, um trotz rückgängiger Fördermittel weiterhin ein vielfältiges Angebot zur beruflichen Förderung anbieten zu können. Zufriedene Kunden und die Wertschätzung unseres Arbeitsplatz- und Dienstleistungsangebots in der Bevölkerung sind eine wichtige Voraussetzung dafür.